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19. Juli 2018

Urbane Magistralen mit nachhaltigem Wachstum verknüpfen

Wie die gesamte Stadt Hamburg steht auch der Bezirk Eimsbüttel vor der Aufgabe, seine Qualitäten als sozialer und ökologischer Bezirk weiter zu stärken und zugleich die Voraussetzungen für bezahlbaren Wohnraum unter den Bedingungen des anhaltenden Bevölkerungswachstums zu schaffen.

Das von der Bezirksversammlung am 22. Februar 2018 verabschiedete Leitbild Eimsbüttel 2040 nennt als ein Entwicklungsziel die Herstellung attraktiver Magistralen. Dies steht im Einklang mit dem durch die rot-grüne Bürgerschaftskoalition formulierten Auftrag an den Hamburger Senat, Wachstumspotenziale entlang der Hamburger Magistralen zu identifizieren und planerisch vorzubereiten.

Im Bezirk Eimsbüttel ist eine Nachverdichtung im Zuge der Umgestaltung der Hoheluftchaussee auf den Weg gebracht worden. Darüber hinaus ergeben sich Potenziale an folgenden Straßenzügen:
• Kieler Straße/Holsteiner Chaussee
• Lokstedter Steindamm/Kollaustraße
• Gärtnerstraße/Im Gehölz/Schulweg/Doormannsweg
• Vogt-Wells-Straße/Julius-Vosseler-Straße/Koppelstraße/Sportplatzring/Volksparkstraße

Im Vordergrund steht die Frage der Funktion von urbanen Magistralen in einem dichtbesiedelten Bezirk wie Eimsbüttel. Was können und sollten Magistralen für den öffentlichen Raum leisten und wie können sie attraktiv gestaltet und entwickelt werden?

An den Eimsbütteler Magistralen bieten sich Möglichkeiten für ein flächenschonendes und nachhaltiges Wachstum. Hinzu kommt, dass zu erwartende Entwicklungen, etwa in der umweltfreundlichen Mobilität, die Voraussetzungen für gutes Wohnen entlang großer Straßen deutlich verbessern werden. Die Aufstockung bestehender Gebäude ist bereits heute durch die Hamburgische Bauordnung erleichtert. Auch der Einsatz innovativer Materialien bietet Potenziale für die Schaffung auch von günstigem Wohnraum.

Petitum

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,

1. zu prüfen, welche Stadträume entlang der Magistralen sich vordringlich für eine Nachverdichtung eignen und die Ergebnisse im Stadtplanungsausschuss vorzustellen.
2. gemeinsam mit der Bezirkspolitik einen Entwicklungsprozess auf den Weg zu bringen, um die planrechtlichen Voraussetzungen für eine künftige bauliche Entwicklung entlang der größeren Magistralen im Bezirk Eimsbüttel zu schaffen. Hierbei sind insbesondere die Einhaltung der Grenzen von Lärm- und Luftemissionswerten zu berücksichtigen, um Gesundheitsgefährdungen der potentiellen Bewohnerinnen und Bewohner auszuschließen.

Rüdiger Rust, Koorosh Armi und SPD-Fraktion
Ali Mir Agha und GRÜNE-Fraktion