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24. September 2019

Tempo 30 im Wördemanns Weg ausweiten

Mit den Hamburger Richtlinien zur Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen (HRVV) wurde 2018 die Einführung von innerörtlichen streckenbezogenen Geschwindigkeitsbeschränkungen erleichtert. Insbesondere sieht die Richtlinie die Ausweitung von Tempo 30-Strecken in der Umgebung von Kindertagesstätten, Schulen und Senioren- und Pflegeheimen vor – ohne dass dort eine besondere Gefahrenlage nachgewiesen werden muss.
Bereits im September 2017 hatte sich die Bezirksversammlung Eimsbüttel mit der Drs. 20 2509 für eine Ausweitung der Tempo 30-Strecke im Wördemanns Weg in Stellingen ausgesprochen. Die Verkehrsdirektion 51 ist dieser Forderung jedoch nicht nachgekommen und hat ihre ablehnende Haltung damit begründet, dass „im Wördemanns Weg weder eine signifikant erhöhte Verkehrsunfall- noch eine sonstige Gefahrenlage“ vorläge (sh. Drucksache 20-2584).

Allerdings stellen wir fest, dass sich die Situation im Wördemanns Weg verschlimmert hat und das Verkehrsaufkommen durch LKW- und PKW-Fahrer weiter steigt. Im Wördemannsweg ist eine Kindertagesstätte ansässig. Außerdem ist es die Zugangsstraße für den Wegenkamp, in dem sich die Grundschule Wegenkamp, das Albrecht-Thaer-Gymnasium und ein Wohnheim des Berufsbildungswerkes befinden. Durch das immense Verkehrsaufkommen und das teilweise rücksichtlose Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer sind die Kinder, Jugendlichen, Menschen mit Behinderung und SeniorInnen der anliegenden Einrichtungen immer wieder gefährlichen Situationen ausgesetzt.
Um sie besser zu schützen, halten wir an unserer ursprünglichen Forderung nach einer Ausweitung der Tempo-30-Strecke (Zeichen 274) bis zum Gazellenkamp fest.

Petitum

Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei der Behörde für Inneres und Sport bzw. der Unteren Verkehrsbehörde dafür einzusetzen, dass die streckenbezogene Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h (Zeichen 274) im Wördemanns Weg zum Gazellenkamp ausgeweitet wird. Zudem sollte die zeitliche Begrenzung der Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben werden.

Annika Urbanski, Dagmar Bahr, Gabor Gottlieb, Ines Schwarzarius, Koorosh Armi, Moritz Altner, Ralf Meiburg, Dr. Ann-Kathrin Riegel, Paulina Rügge, Janina Satzer, Ernst Christian Schütt und Torge Urbanski (SPD-Fraktion)