Newsletter
24. September 2019

Stolperstein in der Gärtnerstraße ersetzen

Mit den „Stolpersteinen“ hat der Künstler Gunter Demnig 1995 ein Kunstprojekt ins Leben gerufen, das auf sehr direkte Weise an die Opfer des NS-Regimes erinnert. In Hamburg sind inzwischen rund 5.700 der mit einer Gedenktafel versehenen Betonwürfel verlegt, eingelassen in den Bürgersteig an den letzten frei gewählten Wohnorten der NS-Opfer. Initiiert wurde das Erinnerungsprojekt in der Hansestadt im Jahr 2002 durch den Hamburger Kunstsammler Peter Hess.

Kürzlich wurde bekannt, dass der Stolperstein in Gedenken an Renata Rahel Drehmel an der Gärtnerstraße 117 mutwillig zerstört wurde. Allem Anschein nach hat die Tat einen antisemitischen Hintergrund.

Petitum

Die Bezirksversammlung verurteilt die Zerstörung des Stolpersteins in Gedenken an Renata Rahel Drehmel aufs Schärfste und spricht der Hamburger „Stolperstein“-Initiative von Peter Hess ihre volle Unterstützung aus. Um eine möglichst zügige Erneuerung / Wiederherstellung des zerstörten Stolpersteins zu ermöglichen, stellt die Bezirksversammlung Eimsbüttel bezirkliche Sondermittel in Höhe von 120 € für die Herstellung und die Verlegung des Stolpersteins bereit.

Gabor Gottlieb, Ines Schwarzarius, Koorosh Armi, Moritz Altner, Dagmar Bahr, Ralf Meiburg, Dr. Ann-Kathrin Riegel, Paulina Rügge, Janina Satzer, Ernst Christian Schütt, Annika Urbanski und Torge Urbanski (SPD-Fraktion)