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23. August 2019

Stellungnahme der Bezirksversammlung zur Baumaßnahme Rothenbaumchaussee zwischen Hallerstraße und Moorweidenstraße

Im Rahmen des Erhaltungsmanagements für Hamburgs Straßen plant der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer die Modernisierung der Rothenbaumchaussee im Abschnitt zwischen Hallerstraße und Moorweidenstraße im Stadtteil Rotherbaum. Die Planungsunterlagen wurden am 30.7.2019 erstverschickt.

Petitum

Die Bezirksversammlung nimmt zur geplanten Straßenbaumaßnahme der Rothenbaumchaussee im Abschnitt zwischen Haller- und Moorweidenstraße wie folgt Stellung:

1. Die Bezirksversammlung begrüßt die Verbesserungen für den Rad- sowie den Fußverkehr, die sich aus der einheitlichen Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn ergeben.

2. Die Aufstellung zusätzlicher Fahrradbügel im Plangebiet wird begrüßt. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass im öffentlichen Raum darüber hinaus Bänke für Fußgängerinnen und Fußgänger Platz finden sollten. Vorstellbar wären diese etwa im Bereich der Einmündung Hermann-Behn-Weg sowie vor dem Haus Rothenbaumchaussee 18, an denen jeweils eine geballte Anordnung von Fahrradbügeln geplant ist. Ersatzweise sollte die Anlage einer großzügigen Abstellfläche für Fahrräder im Bereich vor dem Museum am Rothenbaum (MARKK) geprüft werden.

3. Die Bezirksversammlung spricht sich für den Erhalt der Schrägparkplätze im Abschnitt zwischen Johnsallee und Moorweide unter Erhalt des vorhandenen Baumbestands aus. Die Planung sollte entsprechend überarbeitet werden.

4. Angesichts des Bedarfs an Stellplätzen sollte außerdem geprüft werden, ob die Einrichtung zusätzlicher Längsparkplätze mithilfe einer flexibleren Anordnung der Parkstände im Planungsgebiet möglich ist.

5. Die beiden als zu fällend gekennzeichneten Bäume an der Ecke Rothenbaumchaussee/Johnsallee sowie gegenüber dem MARKK sollten erhalten werden.

6. Zur weiteren Erhöhung der Sichtbarkeit und somit der Verkehrssicherheit sollte mindestens im Umfeld von Gefährdungspunkten die Einfärbung der Radwege – beispielsweise nach Berliner Vorbild – geprüft werden. Alternativ ist die Markierung eines Rüttelstreifens zwischen dem Radstreifen und dem KFZ-Verkehr zu prüfen.

7. Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, die zuständige Fachbehörde zu ersuchen, die vorgelegte Planung zeitnah in dem für Verkehr zuständigen Ausschuss vorzustellen und dabei insbesondere auf folgende Aspekte einzugehen:
– Schulwegsicherung im Umfeld der Schule Turmweg
– Entschärfung des Unfallschwerpunkts an der Kreuzung Rothenbaumchaussee/Hallerstraße
– Parksituation
– Wegebeziehungen für Studierende der Universität

Gabor Gottlieb, Moritz Altner, Koorosh Armi, Paulina Rügge, Ines Schwarzarius, Dagmar Bahr, Ralf Meiburg, Dr. Ann-Kathrin Riegel, Janina Satzer, Ernst Christian Schütt, Annika Urbanski und Torge Urbanski (SPD-Fraktion)