Newsletter
23. August 2019

Stellungnahme der Bezirksversammlung zum Ausbau der Veloroute 3 in der Paul-Sorge Straße zwischen der Straße An der Lohe und Nordalbingerweg

Im Rahmen des Ausbaus der Veloroute 3 ist eine Überplanung der Paul-Sorge Straße im Bereich zwischen An der Lohe und Nordalbingerweg vorgesehen.
Die Paul-Sorge-Straße ist eine im Stadtteil beliebte Wohnsammelstraße, die eine der Verbindungen zwischen dem Wohngebiet Niendorf-Nord und dem Niendorfer Markt darstellt. Auch aus den umgrenzenden Stadtteilen und Gemeinden (Schnelsen, Bönningstedt) wird die Straße als Verbindung in die Innenstadt genutzt. Mit dem geplanten Ausbau der Veloroute 3 wird das Radfahren in der Paul-Sorge-Straße attraktiver und sicherer. Perspektivisch ist daher mit einer Zunahme des Radverkehrs zu rechnen.

In dem zu überplanenden Straßenabschnitt befinden sich die Kita Fliewatuut sowie die inzwischen achtzügige Stadtteilschule Niendorf, die als Schwerpunktschule für Inklusion ausgewiesen ist. Insbesondere im sogenannten Affenfelsen aber auch im gesamten Straßenzug ist in gewachsenen Strukturen Gewerbe und Gastronomie angesiedelt.
Die U-Bahn Linie U2 führt unter der Paul-Sorge-Straße hindurch und bedient in dem Straßenabschnitt die Haltestellen Joachim-Mähl-Straße und Schippelsweg. Beide Haltestellen sind inzwischen barrierefrei ausgebaut.

Petitum

Die Bezirksversammlung nimmt zur geplanten Straßenbaumaßnahme der Paul-Sorge-Straße im Abschnitt zwischen An der Lohe und Nordalbingerweg wie folgt Stellung:

1. Die Bezirksversammlung begrüßt, dass die Anregungen der Bezirkspolitik (siehe Drucksache 20-3291) bei der nun vorliegenden Planung berücksichtigt wurden. Insbesondere wird die Ausweitung der Tempo 30-Strecke im Bereich der Kita Fliewatuut sowie die nun vorgesehene Sprunginsel im Bereich der Grünwegeverbindung nördlich des Herzog-Bruno-Weges begrüßt. Ebenso wird die Rücksichtnahme auf die besonderen Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung begrüßt, die an der Stadteilschule Niendorf durch die Einrichtung von breiteren Stellplätzen für Dreiräder und Handbikes in Zukunft bessere Möglichkeiten haben, selbstständig zur Schule zu kommen. Zudem erhöht die nun vorgesehene Roteinfärbung der Schutzstreifen im Bereich der Stadtteilschule das Sicherheitsgefühl der Schülerinnen und Schüler.

2. Um den Parkdruck im Bereich der Paul-Sorge-Straße zu entlasten, sollte geprüft werden, ob – bei lediglich geringfügiger Anpassung der derzeitigen Planung – weitere Parkmöglichkeiten eingerichtet werden können. Die Ausweisung weiterer Parkstände ist insbesondere an folgenden Standorten denkbar:
• Auf Höhe der Hausnummer 92a
• Auf Höhe der Hausnummer 123
• Auf Höhe der Hausnummer 131
• Auf Höhe der Hausnummer 169
• Auf Höhe der Hausnummer 191

3. Um die Beeinträchtigungen der Anwohner/-innen und Verkehrsteilnehmer/-innen in Niendorf während der Baumaßnahme möglichst gering zu halten, wird die Verwaltung gebeten, zeitnah ein umfassendes Verkehrskonzept zu entwickeln. Darin soll insbesondere auf die zeitliche Ablaufplanung, die zu erwartenden Ausweichverkehre, die Koordination mit anderen Baumaßnahmen im Umfeld sowie auf die Information der Anwohner/-innen eingegangen werden. Das Verkehrskonzept soll in enger Abstimmung mit der bezirklichen Baustellenkoordinatorin entwickelt und im zuständigen Regionalausschuss vorgestellt werden.

4. Der Bezirksamtsleiter wird zudem gebeten, alle drei Monate im zuständigen Regionalausschuss über den Fortschritt der Baumaßnahme zu berichten.

Ines Schwarzarius, Torge Urbanski, Gabor Gottlieb, Koorosh Armi, Moritz Altner, Dagmar Bahr, Ralf Meiburg, Dr. Ann-Kathrin Riegel, Paulina Rügge, Janina Satzer, Ernst Christian Schütt und Annika Urbanski (SPD-Fraktion)