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31. März 2014

Der Große Saal des Bezirksamtes Eimsbüttel erhält einen Namen: nach dem Architekten Ferdinand Streb

Raum 1275, der Große Saal des Bezirksamtes Eimsbüttel, erhält einen Namen – nach dem Hamburger Architekten Ferdinand Streb. „Dieser Baumeister hat das Behördenbauwerk in den 50er Jahren im Rahmen des Grindelberg-Hochhausprojekts errichtet. Sein Name steht für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und für die Baukultur der 50er Jahre“, so SPD-Fraktionschef Rüdiger Rust und Initiator.

Der große Saal im 13. Stock über den Behördenetagen ist per Schnellaufzug und Paternoster für das Publikum gut zu erreichen. Von hier aus eröffnet sich durch die bis auf den Boden gezogenen Fenster ein grandioser Weitblick über den Bezirk. Nur für diesen Saal hat der Baumeister in der Gestaltung der ansonsten gleichmäßig gerasterten Fassade, die demokratische Gleichheit symbolisieren soll, eine Ausnahme gemacht. Das im Juni 1953 eingeweihte Gebäude wurde in der Presse als „Europas modernstes Rathaus“ gefeiert.

„Ich freue mich, dass dieser schöne Parkettsaal, in dem die Bezirksversammlung und neben vielen anderen Gremien auch der Stadtplanungsausschuss tagt, nun einen würdigen Namen erhält“, so Rust. „Mit der Benennung nach Ferdinand Streb wollen wir nicht nur an den Baumeister des Bezirksamtes erinnern, sondern auch an die Zeit des Aufbaus, als am Grindelberg die erste Wohnhochhaussiedlung Deutschlands entstand, zu dem der Behördenbau gehört.“

Mit ihrer Helligkeit, Leichtigkeit, Eleganz und Transparenz stehe die von der Architektengruppe Gesamtanlage Grindelberg, die an die kühnen Hochhausvisionen der 20er Jahre anknüpft, für das neue Lebensgefühl im Nachkriegsdeutschland und für das damalige Verständnis für moderne Architektur, lobte die Kulturbehörde das von der Architektengruppe Hermkes, Lodders, Jäger, Trautwein, Zess, Sander und Streb entwickelte Gesamt-Ensemble und stellte es 1979 unter Denkmalschutz.

Ferdinand Streb hat mit seiner Architektur aus viel Glas, hellem Beton und schwungvollen Formen im gesamten Hamburger Stadtbild moderne, elegant-freundliche Akzente gesetzt. Zu seinen bekanntesten Bauten zählen der Alsterpavillon, die Versicherungsgebäude am westlichen Alsterufer an der Alten Rabenstraße, das Haus des Sports an der Schäferkampsallee, das Cafe´ Seeterrassen in Planten un Blomen und das Verlagshaus Axel Springer.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen gern zur Verfügung:
Rüdiger Rust, Vorsitzender der SPD-Fraktion Eimsbüttel Mobil: 0151 – 50 42 97 71