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1. Dezember 2017

Eimsbütteler Bezirkspolitik zum geplanten Flächenverkauf an Beiersdorf: Informationsbedarf der Anwohner Rechnung tragen

SPD und Grüne in der Eimsbütteler Bezirksversammlung setzen sich dafür ein, dass die Anwohnerinnen und Anwohner in Lokstedt umfassend über den geplanten Verkauf einer städtischen Kleingartenfläche an die Beiersdorf AG informiert werden. Ein entsprechender Antrag wurde gestern von der Bezirksversammlung beschlossen. Die Politiker fordern darin Wirtschaftsbehörde und Beiersdorf auf, vor Ort eine Informationsveranstaltung durchzuführen.

Der Konzern gab kürzlich bekannt, 230 Millionen Euro in das derzeitige Werksgelände im Bezirk Eimsbüttel zu investieren. Grundlage für diese Investitionsentscheidung war die Möglichkeit, dort auch langfristig weiter wachsen zu können. „Zunächst einmal begrüßen wir es, dass sich die Beiersdorf AG langfristig zum Standort Eimsbüttel und dem Erhalt von mehr als 3.000 Arbeitsplätzen in unserem Bezirk bekennt. Das ist trotz der langen gemeinsamen Geschichte nicht selbstverständlich und eine gute Nachricht weit über Eimsbüttel hinaus. Dessen ungeachtet gibt es nicht nur unter den Pächtern der Kleingärten, sondern auch bei den Anwohnerinnen und Anwohnern Informationsbedarf“, so Rüdiger Rust, Vorsitzender der SPD-Fraktion Eimsbüttel. „Wir halten es für sinnvoll, dass die Vertragspartner von Wirtschaftsbehörde und Beiersdorf AG diesem berechtigten Interesse Rechnung tragen.“

Beiersdorf und Stadt Hamburg hatten Mitte des Jahres einen Kaufvertrag für das rund 12 Hektar große Areal nördlich der Troplowitzstraße geschlossen. Die Fläche wird derzeit von den drei Vereinen KGV Eimsbüttel, Wildwux und Gartenfreunde Stubbenkamp genutzt. Dies wird bis auf Weiteres so bleiben, denn das Areal soll nach jetzigem Stand dem Konzern erst in 20 Jahren zur Werkserweiterung dienen. Da es überdies im geltenden Bebauungsplan als Kleingartenfläche ausgewiesen ist, müsste vor einer möglichen Nutzung durch die Beiersdorf AG zudem ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden – ein langwieriger Prozess, der mit einer umfangreichen Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner verbunden ist.

Für weitere Informationen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Rüdiger Rust, Vorsitzender der SPD-Fraktion Eimsbüttel
Tel.: 0151- 50 42 97 71